Rick Wright ist tot

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 17. September 2008 um 21:14 in Pink Floyd
Mit tiefer Trauer erfuhr ich soeben, dass Richard Wright, Mitbegründer und musikalisches Rückgrat der Gruppe Pink Floyd, nach kurzer Krankheit am 15.09.2008 von uns gegangen ist.

Er war nicht der Frontmann, der Sänger, der Lead-Gitarrist, sondern der Keyboarder im Hintergrund, und er blieb auch privat lieber im Hintergrund. Dennoch wären ohne ihn Werke wie Dark Side of The Moon, Shine on you Crazy Diamond oder Wearing the Inside Out niemals komponiert worden.

Seine Soloalben Wet Dreams und Broken China bezeugen vielleicht am besten das Potential, das der Musikwelt nun für immer verloren geht. Umso tragischer, dass er gerade an seinem dritten Album arbeitete.

Dreimal durfte ich Rick live erleben: 2x mit Pink Floyd 1994 und als Gast bei David Gilmour 2006. Ich erinnere mich an einen stillen, ernsthaft "arbeitenden" Musiker ohne Schnörkel, der dennoch auf das Publikum ragierte und die Ovationen schüchtern aber glücklich genoss.

Ich bin sehr traurig.
Olaf



Eine Tribute-Seite, bei der auch andere Pink Floyd-Mitglieder sowie zahlreiche Fans ihre Trauer ausdrücken: ---> http://www.pulse-and-spirit.com/RWright-RIP.html

David Gilmour - Remember That Night (2007)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 28. Dezember 2007 um 16:10 in Pink Floyd
Die 2-DVD Remember That Night von David Gilmour ist eine phantastische Musik-DVD, bei der nicht nur die Herzen der Pink Floyd-Fans höher schlagen. Es ist eine Referenz-DVD die zeigt, wie man's macht - wie man das Erlebnis eines Live-Konzertes präsentiert, ohne Wünsche offen zu lassen.

Da sind zum einen die Glücklichen (zu denen ich gehöre), die David Gilmour Live erleben durften. Ich sah ihn 2006 in Hamburg, und es war klar - sobald eine DVD dazu rauskommt, muss ich sie haben. Und die Unglücklichen, die keine Karten bekommen konnten (oder wollten), können sich hier nun doch noch anschauen, was sie verpasst haben - immerhin.

Auf Disc 1 ist das komplette Konzert aus der Royal Albert Hall, London, inkl. aller Zugaben, bei denen kein Geringerer als David Bowie mitsingt, und dabei einen passabelen Arnold Layne abgibt. Weitere Gastauftritte bieten David Crosby und Graham Nash, die mit ihrem Gesang einige Songs bereicherten, und Robert Wyatt, der einmal mehr bei David Gilmour mit auf der Bühne stehen darf. Hier spielt er so sentimental die Trompete(!), dass einem fast die Tränen kommen. Phil Manzanera (Roxy Music) an der 2ten Gitarre ist genial, und dem mir vorher unbekannten Drummer Steve DiStanislao sieht man die Spielfreude regelrecht an.
Für das rechte Pink Floyd-Feeling sorgen jedoch die restlichen Musiker: Guy Pratt am Bass, Jon Carin an Keys und Gitarre, Dick Parry am Saxophon und - Richard Wright. Was will man mehr...
Nach einem knackigen Pink Floyd-Intro à la Dark Side Of The Moon stellt Gilmour alle Songs seines neuesten Albums On An Island Live vor. Und live kommen die Songs um Längen besser, da das Album für sich sehr ruhig und scheinbar unspektakulär rüberkommt (Scheinbar, weil das Making of auf Disc 2 mich eines besseren belehrte). Im zweiten Teil dann die Klassiker von Pink Floyd mit einigen Überraschungen (Fat Old Sun) und dem

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