Ebay - jetzt auch für mich gestorben

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 3. November 2009 um 18:09 in Allgemein
Dass die goldenen Schnäppchenzeiten von Ebay schon lange vorbei sind, weiß mittlerweile jedes Kind. Vorbei die Zeiten, als man noch rare LPs seiner Lieblingsband oder gebrauchte iPods, die wirklich noch funktionierten, unter den Angeboten fand und nach geduldigem Warten kurz vor Ende der Auktion fieberhaft darauf hoffte, das letzte, entscheidende Gebot zu setzen. Vorbei auch die Zeiten, als man noch sein altes Sofa einstellen konnte, und es hat tatsächlich jemand gekauft und zuhause abgeholt.

Naja, wahrscheinlich gibt es diese Schnäppchen immer noch irgendwo - man hat allerdings so gut wie keine Chance, sie unter dem Wust kommerzieller Angebote ausfindig zu machen. Und findet man eins, haben sich bestimmt schon 100 andere Interessenten darauf eingeschosssen, so dass der Preis am Ende sowieso in die Nähe des Ladenpreises rückt.

Dennoch habe ich Ebay immer wieder mal genutzt - um alte Bücher zu verkaufen. Meiner jugendlichen Sammelwut sei Dank, stapeln sich bei mir immer noch Kisten von Romanen, Sachbüchern und Bildbänden, die ich vermutlich niemals wirklich lesen werde, oder bereits gelesen habe, und die jetzt als Staubfänger in irgendeinem Regal stehen. Also auf damit zu Ebay, für 1 Euro eingestellt (das kostet keine Einstellgebühren) und weg damit.

Aber damit ist jetzt Schluss - denn Ebay hat sich was Neues ausgedacht: die aufdoktrinierte Versandkostenfreiheit. Das bedeutet, dass eine ganze Menge Artikel ab sofort mit kostenlosem Versand angeboten werden müssen. Jawohl, das schreibe ich fett, denn fett hat mich das geschockt, als ich gestern ein paar Bücher wiedereinstellen wollte.

"Einstellung nicht möglich, Artikel muss versandkostenfrei angeboten werden" - oder so ähnlich. Ich habe das dann nachgelesen

Olaf geht in Kur 5 - Sie haben verloren!

Geschrieben von Olaf Lux am Donnerstag, 22. Oktober 2009 um 11:52 in Tagebuch
Ich habe verloren. Und zwar 3 Kilo. Was mich natürlich ungemein freut aber nicht unerwartet überrascht, schließlich bin ich auf Reduktionskost gesetzt und muss von früh bis spät Gymnastik machen. Und wenn ich früh sage, meine ich auch früh.

Um 6.30Uhr geht es los mit Gymnastik. Wobei mir die Wassergymnastik um diese unchristliche und sicher auch unmuslimische Zeit mehr zusagt, weil man einfach frischer und wacher daraus hervorgeht, als nach 30min Wirbelsäulengymnastik auf der Gummimatte. Einige schlafen dabei nämlich wieder ein.

Leider gibt es keinen Fitnessraum, in dem man mal einige Übungen für sich selbst machen oder abends ein paar Ründchen auf dem Crosstrainer absolvieren könnte. Die Klientel hier besteht halt zu 70% aus 70-jährigen, und Gewichtheben beginnt bei denen, wenn sie morgens 2 anstatt einer Scheibe Wurst auf ihr Knäckebrot legen.

Und das Schwimmbecken ist auch eher überschaubar, für Gymnastik gerade recht, zum Bahnen ziehen aber viel zu klein.

Bleibt zur Verbrennung eigentlich nur das tägliche Ergometertraining und das montägliche Nordic Walking. Das war überhaupt sehr interessant, vor allem wenn in der Gruppe Neulinge dabei sind, die

Olaf geht in Kur 4 - Dead Man Walking

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 16. Oktober 2009 um 19:15 in Tagebuch
Ich hatte eine Mücke in meinem Zimmer. Fünf Stiche in einer Nacht. Erst gegen 4.30h hab ich sie erledigen können. Mücken im Oktober? Ja, ich war auch überrascht. Vor allem, dass ich in der Nacht darauf wieder 2 im Zimmer hatte. Bin ich hier in den bayrischen Tropen, hab ich gedacht, doch jetzt hat es sicht erledigt. Es schneit.

Und schneit und schneit. Schnee im Oktober? Ja, ich war auch überrascht. Vor allem, dass das weiße Zeugs auch noch liegenbleibt, und nicht nur auf den Bergen, sondern auch hier unten im Tal. Mittlerweile weiß ich es jedoch zu schätzen, hat sich doch die Effektivität meines Kühlschranks um ein vielfaches gesteigert. Moment, in meinem Zimmer ist ja gar kein Kühlschrank! Hab ich auch bemerkt, obwohl der Prospekt der Klinik damit wirbt - Kühlschrank in jedem Zimmer. Ich habe mir daher einen eigenen gesucht - mein Fenster.

Ich bin ja im vierten Stock untergebracht, das Penthouse sozusagen. Naja, eher die Pentdachkammer. Aber - wenn ich etwas kaltes trinken möchte, öffne ich einfach mein Fenster und voilà - Kühlgetränke in der Dachrinne. Tja, man muss sich nur zu helfen wissen.

Aber was hat das mit Dead Man Walking zu tun? Locker bleiben, kommt ja jetzt.

Ich werde nämlich täglich hingerichtet, manchmal mehrfach. Und meistens vorher auch noch

Olaf geht in Kur 3 - Schmackofatz

Geschrieben von Olaf Lux am Dienstag, 13. Oktober 2009 um 11:38 in Tagebuch
Heute habe ich Obsttag. Das bedeutet, anstatt normal Frühstück, Mittag und Abendbrot bekomme ich früh morgens eine Schale mit Früchten und das wars. Hmm, scheinbar gehören Schokorosinen und Paradiesäpfel nicht dazu.

Ich kann mir jetzt frei einteilen, was davon ich wann esse. Also alles auf einmal erschien mir unklug, also mümmel ich jetzt immer mal ein Weinträubchen, eine Birne, eine Pflaume usw. Ich glaube, ich komme damit ganz gut aus. Und großer Vorteil: ich muss heute überhaupt nicht in den Speisesaal, wo Claudia auf mich wartet...

Das mit dem Obsttag habe ich mir zur Abwechslung selbst eingebrockt, eigentlich habe ich strenge Reduktionskost (1000kcal) verordnet. Das bedeutet, wenn alle anderen sich lecker den Teller vollpacken mit Brötchen, Wurst und Käse, Schale Müsli mit Milch dazu und vielleicht noch einen Quark - bekomme ich 2 Scheiben Brot, dazu je eine Scheibe Wurst oder Käse und...ja nichts und. Das war's. Ich darf aber auch ein Müsli zum Früstück - anstatt Brot und Wurst und Käse. Abends das gleiche. Allerdings steht da auch keine Wache am Buffet, wenn man will, kann man sich also genauso viel nehmen wie jeder andere auch. Was ICH natürlich nie mache...

Etwas diskriminierend ist da schon das Mittagessen. Das bekommt man nämlich am Tisch serviert, frisch aufgetragen und eigentlich immer sehr schmackhaft. Allerdings sieht es schon putzig aus, wenn

Olaf geht in Kur 2 - Gefährten und Gefahren

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 11. Oktober 2009 um 10:18 in Tagebuch
Als ich in Bad Reichenhall in der Klinik der Barbusigen Schwestern... äääh ...Barmherzigen Brüder ankam, war glücklicherweise gerade Abendessenszeit. Also wurde ich sogleich in den Speisesaal geführt und Tisch 24 zugeteilt, da war gerade Platz.

Man muss wissen, dass diese Zuteilung endgültig ist, d.h. ich werde die gesamten 3 Wochen an Tisch 24 sitzen. Das wäre ja soweit unproblematisch, müsste man sich den Tisch nicht mit 3 weiteren Personen teilen. Was ich andeuten möchte ist die Willkür, die mich unverschuldet dazu zwingt, drei mal täglich meine Essenszeit mit Menschen zu verbringen, die a) ich überhaupt nicht kenne b) irgendwie gar nicht zu mir passen könnten oder c) mich dazu veranlassen würden, die Straßenseite zu wechseln, kämen sie mir in der Stadt entgegen.

Nur Spaß, so schlimm ist es gar nicht. Schließlich kommen ja nicht alle Gäste am gleichen Tag an, es herrscht also durchaus eine gewisse Fluktuation. Außerdem gehen die einen früher, die anderen später zum Essen, man trifft sich also nicht zwangsläufig. Und überhaupt, man sollte doch froh sein, nicht alleine seine 1000kcal Reduktionskost knabbern zu müssen, sondern interessante Menschen aus ganz Deutschland kennenlernen zu können.

So wie Veronika und Alois zum Beispiel, ein älteres Ehepaar aus Passau, das nicht aus medizinischen Gründen hier war, sondern sich jährlich eine Kur selbst verschreibt, sozusagen als Wellness-Urlaub. Sie waren so schon in den verschiedensten Kurorten im ganzen Land, wenn ich ihr Ur-Bayrisch richtig

Olaf geht in Kur 1 - Los geht's, O'zapft is

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 9. Oktober 2009 um 09:33 in Tagebuch
Aufgrund meiner Lungenembolie vor ein paar Monaten, beantragte ich bei meiner Krankenkasse eine Kur zur Rehabilitation. Dies wurde nach endlosem Papierkram auch bewilligt und ich bekam die Mitteilung, dass ich demnächst zur Klinik der Barmherzigen Brüder in Bad Reichenhall käme. Da ich bei Antragstellung angegeben hatte, dass ich gerne "an die See" kommen würde, stutzte ich ein wenig über die PLZ von Bad Reichenhall - aber Google Earth hat mich schnell aufgeklärt. Bad Reichenhall liegt bei Salzburg an der österreichischen Grenze und ist berühmt für seine einstützenden Eishallen. Zunächst argwöhnte ich ja, man hatte mir absichtlich den am weitesten von der Küste gelegenen Kurort zugeteilt, einfach aus Boshaftigkeit. Als ich jedoch bei Google Earth etwas weiter weg zoomte, sah ich meinen Denkfehler. Man hatte mich lediglich falsch verstanden. Ich meinte nämlich Nord- oder Ostsee. So bekam ich den dem Mittelmeer am nächsten gelegenen Kurort. Mein Fehler.

Aber auch ganz schön. Gewaltige, steil aufragende Felswände haben etwas Erhabenes, das zu Betrachten mich irgendwie beruhigt. Und ob nun Bergluft oder Seeluft besser ist - darüber lässt sich sicher streiten. Aber nach 7stündiger Bahnfahrt mit 4x Umsteigen war es mir fast egal, hauptsache irgendwo ankommen.

Mein Koffer, den ich per Post vorausgeschickt hatte, war zwar noch nicht da, aber das Nötigste hatte ich sowieso in meiner Reisetasche, also folgte ich gespannt dem Zivi zu meinem Zimmer im 4ten Stock. Schön, wirklich schön...alt. Also ich würde sagen so 60er Jahre Pressspan-Flair - funktionell aber hässlich. Doch egal, wir sind ja nicht zum Wohnen hier. Obwohl 3 Wochen eine ganz schön

Filmtipp: Watchmen – Die Wächter (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 27. September 2009 um 20:28 in Film
Ein Superheldenfilm - na toll! Mal was ganz neues.

Ehrlich gesagt kann ich es nicht mehr sehen. Jeder, aber wirklich jeder Superheld wird in sein buntes Kostümchen gesteckt und vor die Kamera gezerrt, selbst so lächerliche Figuren wie Thor, Wonder Woman oder Grüne Laterne kriegen ihren Blockbuster - und die Leute gehen auch noch scharenweise rein, so dass die Filmbosse glauben Oho, Superhelden-Filme sind total beliebt, da müssen wir noch mehr von machen! Also können wir sicher sein, in den nächsten Jahren weiterhin mit Comic-Verfilmungen genervt zu werden, schließlich gibts ja noch Elastoman, Phantom Lady und Oskar die Supermaus. Und und und...

Dann kam Watchmen.

Was soll ich sagen - neben Sin City und 300 einer der besten Comic-Verfilmungen überhaupt. Doch wo erstere durch ihren Stil und die ausgefallene Präsentation glänzten, wirkt Watchmen durch seine total abgedrehte, geniale Story. Und natürlich durch die Superhelden - die eigentlich gar keine sind...

Ohne zuviel zu verraten: wie die Helden in Watchmen portraitiert werden ist schlichtweg brillant. Ebenso die visuelle Darstellung, die zwischen unfreiwillig komisch und absichtlich abgekupfert schwankt, dabei nicht selten die Grenzen der Karikatur austestet und manchmal sogar überschreitet. Die Super-Fähigkeiten halten sich dafür angenehm zurück - natürlich. Vom Großen Schlumpf mal abgesehen, aber dazu später. Dazu genug futuristische Gadgets, um den visuell Fixierten etwas zu bieten, genug knappe Latex-Suits, um den sexuell Fixierten zu befriedigen und genug ansehnliche Spezial-Effekte für das dicke Ende...ääh...große

Filmtipp: Inglourious Basterds (2009)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 20. September 2009 um 17:39 in Film
Während des zweiten Weltkriegs formiert der von Indianern abstammende Lt. Aldo Raine eine alliierte jüdische Spezial-Einheit, die im okkupierten Frankreich guerillamäßig jeden Nazi killt, der ihr über den Weg läuft. Dabei gehen sie brutal und rücksichtslos vor, skalpieren ihre Opfer und lassen wenige mit in die Stirn geschnitzten Hakenkreuzen laufen, um in der deutschen Truppe Angst und Schrecken zu verbreiten.

Als sie davon erfahren, dass in einem Kino in Paris der neueste Propagandafilm Joseph Goebbels' gezeigt werden soll, beschließen sie, während der Premiere das Kino mit allen hochdekorierten Gästen und Offizieren in die Luft zu sprengen. Dabei ist ihnen jedoch stets der "Judenjäger" genannte SS-Standartenführer Hans Landa auf den Fersen...


Soweit zur Handlung in Kürze. Jeder andere amerikanische Regisseur hätte sich nun einen Hollywoodstar gesucht, der den Aldo Raine spielt, eine handvoll kerniger, bekannter US-Nebendarsteller (einen großen mit Bürstenschnitt, einen Schwarzen, einen jungen, der zuviel redet und einen etwas schüchternen mit Brille), die die Basterds heroisch verkörpern, dazu jede Menge unbekannte, blonde Darsteller für die Nazis, die überzeugend "Halt!" "Heil Hitler!" und "Schweinehund!" bellen können - und los gehts...

Nicht so Quentin Tarantino. Und bereits hier möchte ich meinen tiefen Respekt auch vor dem Mut des Meisters bekunden, für den ausgefeilten, absolut überzeugenden Cast, den er hier zusammengetragen hat. Da werden natürlich sämtliche Deutschen von deutschsprachigen Darstellern gespielt und französische Rollen mit Franzosen besetzt. Und ich spreche hier nicht von unwichtigen Nebenrollen, sondern von tragenden Haupt- und markanten Nebenrollen. Und mit Brad Pitt als Aldo Raine stellt Tarantino so nebenbei sicher, dass auch das amerikanische Publikum sich dem Film nicht vollkommen entziehen kann, denn Brad Pitt ist und

Film-Remakes: Gutes vom Vortag oder doch nur aufgewärmt?

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 2. August 2009 um 20:43 in Film
Remakes von Filmen sind ja generell ein heikles Thema.

Einige sind gut, einige schlecht, bei manchen Filmen machen sie Sinn, bei anderen überhaupt nicht. Oftmals scheinen Remakes mangels neuer Ideen aus der Schublade geholt zu werden, man spart viel Zeit und Arbeit und kann bei der Vorlage wunderbar klauen. Andererseits kann ein Film, der früher mehr schlecht als recht realisierbar war, mit heutigen Mitteln vielleicht viel interessanter inszeniert werden - Titanic zum Beispiel. Und dann kommt es immer noch drauf an, ob man überhaupt weiß bzw. bemerkt, dass es sich um eine Neuverfilmung handelt. Gutes Beispiel: I am Legend (2007). Jüngere Kinogänger werden kaum noch die 1971er Verfilmung Der Omegamann mit Charlten Heston kennen. Und selbst Cineasten reiferen Alters wissen bestimmt nicht alle, dass auch das ein Remake war von The Last Man on Earth mit Vincent Price aus 1963. Und dass es 2007 noch eine Adaption namens I am Omega mit Mark Dacascos gab. Sicher lässt sich das heutzutage relativ schnell und problemlos recherchieren, doch wer macht sich schon die Mühe, jeden Film auf etwaige Vorgänger hin zu überprüfen und sich womöglich diese alten Schinken noch zu besorgen und vorab anzuschauen......OK, ich.

Ziemlich sinnlos finde ich Remakes, die die Vorlage 1 zu 1 kopieren, wie z.B. Psycho. Mit Original Filmmusik, dem Original-Script, fast jede Einstellung nachzustellen, nur halt mit neueren Darstellern und in Farbe - was bringt das? Wenn der Ursprungsfilm genial ist, kann ein Remake doch nur lahm sein. Andere Beispiele: Nachtwache und Funny Games oder The Ring. Wirklich gute europäische oder asiatische Filme, die dann für den amerikanischen Markt nochmal nachgedreht werden, teilweise sogar vom gleichen Regisseur. Und nur, damit Tom, Dick and Harry sich bloß nichts ausländisches ansehen müssen. Als würde man in Deutschland Krieg der Sterne nochmal nachdrehen mit

Atmen durch den Strohhalm - Lungenembolie

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 24. Juli 2009 um 09:37 in Allgemein
Ich liege im Krankenhaus. Mit einer beidseitigen Lungenembolie.

Macht keinen Spaß, muss man nicht haben. Kann man aber wenig gegen machen, wenn das eigene Blut gegen einen arbeitet. Das ist bei Familie Lux nämlich dicker, als es sein sollte, mit der Gefahr, dass es leichter verklumpen kann, als normales Blut. Solange man gesund lebt und sich viel bewegt, macht das eigentlich wenig Probleme. Je älter man wird, desto höher wird jedoch die Gefahr, dass sich Komplikationen ergeben, z. B. wenn man sich verletzt oder operiert wird. Oder wenn man sich längere Zeit nicht bewegt z. B. durch das lange Sitzen im Flugzeug. Da kann sich dann eine Thrombose bilden. Das ist ein Blutklumpen, der sich wieder auflösen kann - aber er kann sich leider auch irgendwo im Körper festsetzen, wo er nichts zu suchen hat. In der Lunge zum Beispiel.

Man hat dann von einem Moment auf den anderen das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können, japst nach Luft, als wäre man 10 Treppen gestiegen, bekommt Herzrasen und kalten Schweiß. Und Angst. Zum Glück hat mein Arzt gleich erkannt, dass mein Zustand nichts harmloses war und schickte mich zur Vorsicht ins Krankenhaus. Und hier liege ich nun und versuche damit klarzukommen, dass mein Leben sich künftig drastisch ändern wird.

Erstmal musste ich wieder Laufen lernen. Es ist ein komisches Gefühl, nicht einfach dahin gehen zu können, wohin man will, weil einem die Puste ausgeht und einem schwindelig wird. Ich war ganz stolz, als ich von meiner Frau gestütz nach 3 Tagen den Flur einmal rauf und runter geschafft habe. Mit nur 3x Ausruhen zwischendurch. Mittlerweile mache ich die Strecke alle 2 Stunden, oder ich besuche meinen

Filmtipp: Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los 3D

Geschrieben von Olaf Lux am Donnerstag, 16. Juli 2009 um 19:02 in Film
Ice Age 1 + 2 waren ja ganz kurzweilig, wieso also nicht auch den dritten Teil anschauen, noch dazu, wo es ihn als 3D-Version gibt. Schließlich hatte mein Kollege Olaf so davon geschwärmt. Also auf einem Mittwochabend ins nächste Kinoplex. Hmm, ziemlich viel los hier für einen Mittwochabend. Am Schalter schaut mich eine junge Dame fragend an, ich sage:

Ice Age 3D bitte!

Sie schmunzelt.
Wann denn? fragt sie mich süffig.

Äh, jetzt vielleicht? 19Uhr?

Sie grinst breit.
Und wieviele Karten? Sie muss beinahe lachen.

Vier!? sage ich knapp.

Sie lacht laut, ruft ihre Kollegen zu sich, man zeigt mit dem Finger auf uns und haut sich auf die Schenkel.

Langer Schreibe kurzer Sinn, der Film war total ausverkauft, 3 einzelne Plätze hätte ich noch haben können, ebenso die Vorstellungen um 21 und 23 Uhr. Wir haben das ganze dann um eine Woche verschoben und rechtzeitig vorbestellt.

Und ich muss jetzt sagen - ich kann es verstehen. Den Film in 3D zu sehen ist eine fantastische Filmerfahrung, die ich nur empfehlen kann. Warum sollte man sich den Film normal anschauen, wenn man ihn in dieser einmalig plastischen Version sehen kann? Vom

Filmtipp: Gran Torino (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Sonntag, 12. Juli 2009 um 02:04 in Film
Mal ehrlich, wie blöd muss man sein, Clint Eastwood auf seinem eigenen Rasen dumm zu kommen. Tja, die Jugendgang, die das versucht, scheint noch nie von Dirty Harry oder dem Pale Rider gehört zu haben, andernfalls hätten die Jungs sich flugs verpieselt und unter dem nächsten Stein verkrochen, anstatt auf dicke Hose zu machen. Mächtig böser Fehler.

Gran Torino, der letzte Geniestreich des Altmeisters, ist ein Film über Rassismus und Toleranz, über Vorurteile und Vergebung, über Nachbarschaft und Glauben, über das Altsein und das Erwachsen werden, über Famile und Freundschaft. Und über noch vieles mehr. Und Eastwood trägt die packende Story mühelos auf seinen alt gewordenen Schultern. Sein Gesicht, verbittert und zerfurcht, scheint all die Schießereien, die Gewalt, die Kriege und Verbrechen widerzuspiegeln, die Eastwood in all den Jahren in all den Rollen gesehen und erlebt hat. Mit stechenden Augen und knarziger Stimme scheißt er auf die ganze Welt, nicht mal die eigene Famile hält es lange bei ihm aus, und so fristet der Griesgram einsam und allein seine Tage, und will doch eigentlich nur in Ruhe auf der Veranda sitzen und ein Bierchen zischen. Wenn, ja wenn da nicht diese verfluchten Schlitzaugen nebenan wären...

Der Film besticht durch eine unglaubliche Intensität, witzige Dialoge und in den Bart genuschelte Beleidigungen, die einen laut lachen lassen. Allein die Besuche beim Frisör - Brüller. Oder die Nachbars-Oma, die ebenso flucht, nörgelt und spuckt wie Eastwood, nur asiatisch eben - köstlich. Natürlich bleibt es nicht bei der kurzweiligen Annäherung fremder Kulturen, unterschiedlicher Lebensweisen und riesiger Altersunterschiede. Dazu sind die Gangmitglieder einfach zu verbohrt, um ein gut gemeintes "lass dich noch einmal hier blicken und ich reiß dir den Arsch auf" anzunehmen und ihr Leben zu überdenken. Und so muss Opa Eastwood wohl doch nochmal

Filmtipp: The Broken (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Freitag, 10. Juli 2009 um 19:38 in Film
Als Jugendlicher habe ich mal eine Kurzgeschichte mit dem Titel Situs Inversus geschrieben. Darin passiert es, dass das Spiegelbild eines Mannes ein Eigenleben entwickelt und sich beschwert, dass er nur existiert, wenn sich der Mann irgendwo spiegelt, und dann muss er auch noch alles nachmachen. Also machen die beiden einen Deal, dass der Mann sich ein paar Tage frei gönnt und das Spiegelbild darf raus in die reale Welt. Leider schaut er aber an der Straße nach rechts statt nach links und wird von einem Auto überfahren. Der Arzt im Krankenhaus meint noch, sie hätten den "Zwillingsbruder" ja retten können, wenn sie gewusst hätten, dass er Situs Inversus war - sprich, dass seine Organe spiegelverkehrt angeordnet waren...

Tja, irgendwie müssen die in England an meine Story gekommen sein und haben da einen Grusel-Thriller draus gemacht. The Broken spielt nämlich mit genau dieser Idee - Was, wenn unsere Spiegelbilder ein Eigenleben entwickeln? Allerdings sind hier die Spiegelbilder nicht ganz so nett, dass sie für uns zur Arbeit gehen würden. Vielmehr wollen sie unseren Platz einnehmen - und dazu müssen sie das Original natürlich los werden...

The Broken besticht durch Atmosphäre und ausgefeilte Kamera- und Lichttechnik. Man weiß nicht immer genau, ob man nun ein echtes Bild oder ein Spiegelbild sieht. Natürlich dürfen die klassischen Effekte nicht fehlen, wenn das Spiegelbild plötzlich was anderes macht, als die Person davor. Oder die gruselige Einstellung von jenseits der Wand, aus dem Spiegel heraus sozusagen.

Allerdings hat der Film zwei entscheidende Schwächen: er hat Längen, und es wird am Ende nichts erklärt. OK, werden die einen sagen, umso besser. Nichts ist schlimmer als ein Film, bei dem alles haarklein erklärt wird, bis auch der letzte Honk kapiert, worum es ging. Ich mag es im allgemeinen auch, mir meine eigenen Gedanken zu machen. Trotzdem lässt The Broken einen

"Hilfe, ich habe ein Hobby!" ODER "Fußball ist kein Killerspiel!" ODER "Ich spiele World of Warcraft, ihr werdet alle sterben!"

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 8. Juli 2009 um 16:23 in Allgemein
Ich habe einen Bekannten, der interessiert sich für Sport. Nicht aktiv, aber als Zuschauer. Er interessiert sich vornehmlich für Fußball, in der Bundesliga kennt er sich hervorragend aus. Er kennt fast alle Spieler und weiß, wie der Trainer von welchem Verein heißt. Selbst die verrücktesten Spielertransfers und Trainerentlassungen bringen ihn nicht aus dem Konzept. Und sogar über die 2. Liga kennt er sich ziemlich gut aus. Er schaut halt alle Fernsehreportagen, die so kommen, hat sich extra Premiere bestellt und verpasst so kein Tor. Doch er interessiert sich auch für internationalen Fußball, Champions League und so, er freut sich schon sehr auf die WM 2010 in Südafrika. Er spart schon seit der letzten WM, um da hinfliegen zu können. Wie gesagt, er interessiert sich für Fußball.
Aber auch für Tennis, Radsport, Formel 1. Er steht nachts auf, wenn die in Japan fahren, oder in Brasilien. Jetzt, zur Tour de France, hat er sich Urlaub genommen, um alle Etappen in voller Länge verfolgen zu können. Letztes Jahr hatte er zur Fußball-EM Urlaub. Das Jahr davor zu Wimbledon, und nächstes Jahr ist ja klar – Südafrika.
Bei meinem Bekannten läuft eigentlich immer Eurosport oder DSF, rund um die Uhr. Springreiten kann auch ganz interessant sein, wenn man sich ein bisschen informiert und auskennt. Und auch Golf, Snooker oder Segeln sind faszinierende Sportarten.
Am Wochenende geht er auch oft auf den Fußballplatz. Live kommt das ja ganz anders rüber. Er war schon auf Schalke, als die Bayern da waren. Aber dieses Jahr nicht, er muss ja sparen. Aber sein Ortsverein liegt auch im Mittelfeld der Kreisliga. Den feuert er gerne an, und anschließend geht’s noch mit den Kumpels in die Kneipe, den Sieg feiern (oder die Niederlage verkraften).
Mein Bekannter gilt als beliebt und gesellig, ein dufter Typ mit tollen Hobbys.

Ich interessiere mich für das Internet und Computer. Und für World of Warcraft. Es macht mir Spaß, am PC zu sitzen und zu spielen, gerne auch mal eine Stunde länger. Oder einfach mal sinnfrei ein Ballerspiel zu zocken. Nebenbei höre ich via iTunes Musik, handele auf Ebay, tausche bei Tauschticket oder bestelle bei Amazon etwas. Auf Spiegel Online lese ich die

Filmtipp: JCVD (2008)

Geschrieben von Olaf Lux am Mittwoch, 8. Juli 2009 um 13:24 in Film
Also, der Trailer hat wirklich neugierig gemacht. Ein Film über Jean-Claude Van Damme mit Jean-Claude Van Damme? Was mag das sein? Was passiert, wenn man aus einem Action-Star einen ganz normalen Typ mit Familien- und Finanz-Problemen macht? Ein bisschen biografisch, ein bisschen übertrieben, ein bisschen augenzwinkernde Selbstironie - das könnte wirklich ein unterhaltsamer Film werden.

Ist er dann auch tatsächlich geworden, obwohl JCVD viel von seinem Potential verschenkt. Das liegt aber keineswegs an Van Damme, die hier m.E. die beste schauspielerische Leistung seiner Karriere gibt. Allerdings muss ich zugeben, seine letzten Filme gar nicht zu kennen. Ich unterstelle einfach mal, dass alles nach Double Team in etwa auf diesem Niveau geblieben ist. Aber wer weiß...

Ich war Teenager, als ich Jean-Claude Van Damme zum ersten mal als Bösewicht in Karate Tiger gesehen habe. Ungefähr 25 mal, denn damals schaute man sich Filme jede Woche wieder an, weil die Auswahl gering war und man halt das ansah, was der große Bruder da hatte. Bloodsport war dann ein Jahr lang mein Lieblingsfilm, und in der Folgezeit schaute man alle Filme mit Jean-Claude Van Damme - genauso wie alles von Schwarzenegger, Stallone oder Seagal. Man war jung und hatte das Geld...

Irgendwann hieß es dann aber, Filme mit Jean-Claude Van Damme sind blöd. Und ebenso die Streifen von Seagal, Stallone und Schwarzenegger. Na gut, die von Arnie hat man trotzdem noch geschaut, weil es teure Blockbuster waren. Aber Jean-Claude Van Damme galt plötzlich als Karateka non grata - aber ich glaube nicht, dass das unbedingt am Schauspieler lag. Ich selbst

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